Auf einen Blick

Alex Capus, geboren 1961 in der Normandie, lebt heute in Olten. 1994 veröffentlichte er seinen ersten Erzählungsband Diese verfluchte Schwerkraft, dem seitdem weitere Romane, Bücher mit Kurzgeschichten und Reportagen folgten. Alex Capus verbindet sorgfältig recherchierte Fakten mit fiktiven Erzählebenen, in denen er die persönlichen Schicksale seiner Protagonisten einfühlsam beschreibt.

Bei Hanser erschienen zuletzt die Romane Léon und Louise (2011) und Fast ein bisschen Frühling (Neuausgabe, 2012) sowie der Western Skidoo (2012).

Für seine schriftstellerische Arbeit erhielt Alex Capus bereits zahlreiche Preise. 

Preise und Auszeichnungen

  • 2005 Förderpreis des Kantons Solothurn
  • 2005 Anerkennungspreis der Stadt Olten
  • 1998 Werkjahr der Stiftung Pro Helvetia
  • 1998 Förderpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI
  • 1996 Werkjahr des Kantons Solothurn
  • 1995 Literaturpreis Regiobank Solothurn

Weitere Links

Fragebogen "Hand aufs Herz" (Stuttgarter Zeitung): Die Stuttgarter Zeitung hat Alex Capus ein paar interessante Fragen gestellt.
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Ein Tag im Leben von Alex Capus (ARD): In der ARD Mediathek finden Sie ein schönes Portrait von Alex Capus. Der Schriftsteller meldet sich dabei auch selbst zu Wort.
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Nachgefragt - sechs Fragen an Alex Capus

1. Warum wollten Sie Schriftsteller werden?
Alex Capus: Weil ich das sehr gerne mache und ziemlich gut kann. Es ist ja keine harte körperliche Arbeit, nur so ein bisschen Tastengeklimper. Zudem wird man ständig nach New York und Venedig eingeladen und weltweit von Legionen schöner Frauen geliebt, und man verdient höllisch viel Geld. Ich empfehle das jedem.

2. Gibt es einen Schriftsteller oder einen Künstler, der Sie auf Ihrem Weg besonders inspiriert hat?
Alex Capus: Okay, also gut: Tolstoi, Turgenev, Zola, Maupassant, Tschechov, Fontane, Mann, Hemingway, Fallada, Perutz, Mansfield, Fitzgerald, Salinger, Munro, Carver, Tyler, Dubus, Ford, Wolf, Salter, O'Nan... und Jenny Erpenbeck, zum Beispiel.

3. Welches Buch hätten Sie gern geschrieben?
Alex Capus: Mein nächstes.

4. Wann und wo schreiben Sie am liebsten?
Alex Capus: In meiner selbstgezimmerten Gartenlaube.

5. Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?
Alex Capus: Das "Amerika-Bilderbuch" von Arnold Höllriegel

6. Was würden Sie einem jungen Schriftsteller raten?
Alex Capus: Dass er ja nicht auf olle Ratschläge hören soll.

Vielen Dank für die Antworten!

Stand: März 2012

Das Messer am Hals

Wenn Alex Capus auf Lesereise ist, lässt er sich gern vom Barbier rasieren, weil ihm die Sicherheitsleute an den Flughäfen ständig das Rasierzeug aus dem Handgepäck entwenden.

Beim Barbier auf dem Khan Market, New Delhi. Ich war sehr gespannt auf den Einsatz der bunten Bürsten und der Sprühflasche, aber die kamen nicht zum Einsatz.

Beim Barbier in der Peluqueria Moderna, Calle de Alcala, Madrid. Der Rasierschaum riecht lecker nach Pfefferminz. Die Hände des jungen Mannes zittern ein wenig, wenn er sich mit dem Messer nähert, aber er schneidet einen dann doch nicht.

Zur Rasur im Crow Brothers Barber Shop in Needles, California. Während der Rasur kommen weder Schaum noch Wasser oder Messer und heisse Tücher zum Einsatz, sondern vier elektrische Apparate. Duftwasser bleibt einem auch erspart.

Beim Barbier in Frankfurt am Main - nach drei Tagen Frankfurter Buchmesse muss man sich etwas Gutes tun.

In Gibraltar an der Market Lane befindet sich der einzige mir bekannte Barbier, der ausschließlich mit kaltem Wasser arbeitet. Erst hatte ich schwere Sicherheitsbedenken, aber ich kam ohne nennenswerte Verletzung davon.

Beim Barbier in Hamburg, war das am Steindamm? Wenn man lang genug zur Decke hochguckt, fühlt man sich, als hätte man LSD geschluckt. Gibt's LSD eigentlich noch?